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Was sind Baptisten?

Baptisten sind - weltweit gesehen - die größte evangelische Kirche. Besonders stark verbreitet sind sie in den USA und in Russland, aber auch in Teilen Afrikas und Asiens. Der Name ist vom griechischen Wort "baptistein":" taufen" abgeleitet.

In Deutschland gehören die Baptisten zum Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden. Dieser Bund zählt rund 88.000 Mitglieder in 930 Gemeinden und Zweiggemeinden. Er bildet damit die größte evangelische Freikirche in Deutschland.

Wie andere Freikirchen auch legen wir Baptisten Wert auf eine bewusste und mündige Glaubensentscheidung als Grundlage für eine Gemeindemitgliedschaft. Von Getauften wird erwartet, dass sie sich mit ihren Gaben und Möglichkeiten in die Gemeinde einbringen und gemeinsam mit anderen Christen die Liebe Gottes für alle Menschen erfahrbar machen.

Als Gemeinde Haßfurt sind wir Teil der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Bamberg, Judenstr. 1.

Weitere Informationen gibt es unter  www.baptisten.org

 

Die Entstehung und Geschichte der Baptisten

Baptisten - ein Schimpfwort wird »Markenzeichen«

Unser Glaubensgemeinschaft gibt es seit dem 17. Jahrhundert. Sie entstand unter englischen Religionsflüchtlingen in Holland, die sich dem Staatskirchentum verweigerten und Gemeinden von Gläubigen bilden wollten.

Ihren Namen "Baptisten" (Täufer) erhielten sie von ihren Gegnern, weil sie die Kindertaufe als unbiblisch ablehnten und die Gläubigentaufe praktizierten.

Die deutschen Baptistengemeinden sind Kinder der Erweckungsbewegung des frühen 19. Jahrhunderts.

Johann Gerhard Oncken (1800-1884) war die Leitfigur bei der Entstehung der Baptisten in Deutschland. Er hatte 1814 als Gehilfe eines schottischen Kaufmanns seine lutherische Heimatstadt Varel in Norddeutschland verlassen und lebte einige Jahre in Schottland und England. Dort lernte er Menschen kennen, deren Christsein sich deutlich von der in Deutschland noch dominierenden rationalistischen Frömmigkeit unterschied. Er erlebte in einer Londoner Methodistenkirche eine Bekehrung. Zurück in Deutschland arbeitete er seit 1823 von Hamburg aus als Missionar. Schwerpunkte waren die Bibel- und Schriftenverbreitung sowie die freie Verkündigung des Evangeliums, Tätigkeiten, die im damals staatskirchlichen Kontext vielfach als illegal angesehen und stark behindert wurden.

 Die Suche nach einem geistlichen Zuhause für die in seinen Erweckungsversammlungen Bekehrten lenkte ihn zu der Frage nach dem Verhältnis von Taufe und Gemeinde der Gläubigen.

Sie fand ihre Antwort in der Gründung der Baptistengemeinde Hamburg und Onckens Ordination als deren Ältester am 23. 4. 1834, nachdem Oncken und sechs weitere Personen am Abend zuvor durch den amerikanischen Theologieprofessor Barnas Sears getauft worden war, der sich studienhalber in Deutschland aufhielt.

Die weitere Missionsarbeit geschah in engem Kontakt mit nordamerikanischen und britischen Baptisten und zahlreichen Missionsgesellschaften, zu denen Oncken Kontakt hielt und die das Werk ideell und finanziell förderten. Auf vielen Missionsreisen sammelte Oncken erweckte und neu für den Glauben gewonnene Menschen in Gemeinden, die er nach biblischem Modell zu ordnen suchte. Trotz fehlender Religionsfreiheit und jahrzehntelanger Diskriminierung und Unterdrückung breiteten sich die Baptistengemeinden aus, nicht nur im politisch noch stark zersplitterten Deutschland, sondern auch in vielen Nachbarländern. Dazu trug wesentlich das missionarische Verständnis des Priestertums aller Gläubigen bei.

1849 wurde ein Gemeindebund ins Leben gerufen.

 

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Evangelisch - Freikirchliche Gemeinde Mühlenstr. 9
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